Testen bleibt wichtig

Terminbuchungen helfen, um Warteschlangen zu vermeiden

Mosbach. Die Corona-Zahlen steigen wieder deutlich, aktuell liegt die Sieben-Tage-Inzidenz bei 735,8 (Stand 1. August), das heißt, dass sich innerhalb der zurückliegenden Woche über 1000 Neckar-Odenwälder neu mit dem Coronavirus infiziert haben. Die offiziellen Schnelltests sind und bleiben daher wichtig, auch wenn mancher nun drei Euro dafür bezahlen muss.
Das Deutsche Rote Kreuz betreibt das Testzentrum am Standort Mosbach der Neckar-Odenwald-Kliniken im Knopfweg 1. Bis zu 150 Personen am Tag lassen sich am DRK-Container direkt neben dem Haupteingang aktuell testen, und auch dort fällt die zunehmende Zahl der „Positiven“ auf.

In den Stoßzeiten wächst die Warteschlange schnell auf zehn Personen und mehr an. Auch jeder, der das Krankenhaus betreten möchte, muss einen negativen Schnelltest vorlegen. Das DRK weist aus diesem Grund darauf hin, dass eine vorherige Online-Terminbuchung über das Schnelltestportal absolut sinnvoll ist – für Menschen, die zu einer Operation ins Krankenhaus müssen, ebenso wie für Besucherinnen und Besucher sowie für alle Testwilligen generell https://drk-mosbach.dein-schnell-test.de/.

Bei der Online-Buchung muss man eine E-Mail-Adresse angeben, und an diese wird dann eine Bestätigung des Termins versendet. Nach dem Test wird dorthin auch das Ergebnis geschickt. Wer nicht online buchen kann, sollte sich telefonisch melden (Kontakt: 0173 2941395). Allerdings verringert es die Wartezeiten, wenn die Daten des Testwilligen durch die Onlinebuchung vorab registriert sind. Terminbuchungen sind auch viele Tage im Voraus möglich.

Getestet wird beim DRK jeder - kürzlich war ein zwei Monate altes Baby da. „Das Kind ist nicht einmal aufgewacht“, berichtet Linda Heiß, die regelmäßig am Testzentrum Dienst tut. Das spricht für das schonende Vorgehen. Zugleich sind die Tests sehr zuverlässig. Das DRK-Testzentrum ist angesichts der wieder gestiegenen Nachfrage durchgängig von 6.30 Uhr bis 19 Uhr mit zwei Personen besetzt. Die Organisation des Zentrums liegt in der Hand von erfahrenen Ehrenamtlichen wie Ines Spott und Jens Bronner, die seit bald zwei Jahren in der Corona-Krise mit Herzblut für die Mitbürger im Einsatz sind.

Testen lassen sollte sich jeder, der typische Anzeichen wie Husten, Fieber, Kopfschmerzen oder Geschmacksverlust an sich feststellt; ebenso jeder, der Kontakt zu einer infizierten Person hatte. Zum Test muss man ein gültiges Ausweisdokument, am besten den Personalausweis mitbringen. Eine Mund-Nasen-Bedeckung soll am Testzentrum getragen werden. Minderjährige bis 18 Jahre müssen eine schriftliche Einverständniserklärung der Eltern dabeihaben. Der Test selbst dauert etwa drei Minuten. Nach maximal 15 Minuten steht das Ergebnis fest und wird an die Mail-Adresse der getesteten Person versendet oder im Papierformat ausgehändigt.

Kostenlos sind die Tests beispielsweise weiterhin für Menschen, die zur Behandlung oder für einen Besuch ins Krankenhaus gehen wollen, oder auch in ein Dialysezentrum, ein Pflegeheim oder eine vergleichbare Einrichtung. „Kostenfrei“ gilt auch für alle, die sich nach einer Quarantäne „freitesten“ lassen wollen, für Personen, die sich aus medizinischen Gründen nicht impfen lassen können, für pflegende Angehörige und Haushaltsangehörige von nachweislich Infizierten sowie generell für Kinder unter fünf Jahren. Mit drei Euro müssen sich Testwillige beteiligen, wenn sie beispielsweise vorhaben, ein Konzert oder eine andere Veranstaltung in Innenräumen zu besuchen oder wenn sie von der Corona-Warn-App einen Hinweis auf ein erhöhtes Risiko erhalten haben. 

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