Aktionen und großes Programm für alle Altersklassen

„Neckarorte – Stadt an den Fluss“ – Iqbalufer mit neuen Angeboten – Entwurfsplanung für Neckarlauer geht in die Gremien

Heidelberg. Sie liegen direkt am Wasser und stehen für alle offen: Im Zuge des Projekts „Stadt an den Fluss“ sind in Kooperation mit dem Verein Neckarorte an der Uferpromenade vier Wohlfühlorte entstanden. Seit fünf Jahren gehören die Neckarorte sowie der dazu gehörige Verein zum Stadtbild und feiern damit zum Auftakt dieser Saison ein kleines Jubiläum. Die Organisatoren, der Verein Neckarorte mit Unterstützung der Stadt Heidelberg, schöpfen dabei wieder aus dem Vollen: geboten wird ein großes Musik-, Sport- und Kunstprogramm am Römerbad, Neckarlauer, Iqbalufer und an der Alten Brücke. Dabei sind vom Frühling bis in den Spätsommer zahlreiche Konzerte und Veranstaltungen geplant.

Am Römerbad und Iqbalufer sind diese bereits angelaufen, Neckarlauer und Alte Brücke ziehen bald nach. Die Aktion „Neckarorte“ ist Teil des Gesamtprojektes „Stadt an den Fluss“, das 2016 neu startete. Dieses entstand in Kooperation zwischen Stadt Heidelberg und Architektenkammer und hat das Ziel, die gesamte Stadt besser an den Neckar anzubinden. Seit 2017 organisiert der Neckarorte-Verein verschiedene Aktionen und konnte 2021 in über 100 Veranstaltungen tausende Besucherinnen und Besucher verzeichnen.

„,Neckarorte – Stadt an den Fluss‘ ist eine Aktion, die Menschen aller Stadtteile zusammenbringt. Und zwar unabhängig ihres Alters, ihrer Herkunft und Finanzlage. Das lässt sich sehen und spüren, die Atmosphäre ist einmalig. Konsumzwang gibt es nicht, Picknick und Getränke können auch von zu Hause mitgebracht werden. Das ist besonders für junge Menschen und Familien sehr entspannt. Wir sind dem Verein Neckarorte sehr dankbar für die kreative und tatkräftige Umsetzung und unterstützen die Aktionen gern“, sagt Oberbürgermeister Prof. Dr. Eckart Würzner.

„Als Verein entdecken wir das Neckarufer immer wieder aufs Neue. Dabei richten wir den Blick auf das gesamte Neckarufer und wollen alle Stadtteile einbeziehen, die am Neckar liegen. Mit dem Standort am Iqbalufer haben wir einen neuen Treffpunkt für die Menschen aus Bergheim und Umgebung geschaffen. Hochbeete sorgen für neues, duftendes Kräuter-Grün, bei schönem Wetter kann Klavier gespielt und Espresso getrunken werden – das spricht viele Menschen spontan an“, sagt Nils Herbstrieth, zweiter Vorsitzender des Vereins Neckarorte.
„Mit dem Projekt ‚Stadt an den Fluss‘ setzen wir mit einfachen Bordmitteln neue Impulse, etwa durch Pop-up-Beaches, Pop-up-Lounges und Ruhe-Oasen. Das bereichert unsere Stadt, das soziale Miteinander sowie die Entwicklung städtebaulicher Projekte, die sich an den Freiräumen am Neckarufer entwickeln. Bei der Umsetzung arbeiten Stadt und Verein Hand in Hand. Wer vor Ort ist, spürt, wie begeistert die Angebote angenommen werden. Die ,Neckarorte‘ sind für alle ein Gewinn“, sagt Erster Bürgermeister Jürgen Odszuck.

Neckarlauer: Planung geht ab Juni in den Gremienlauf

Die Gestaltung des Neckarufers im Zuge von „Stadt an den Fluss“ ist am Neckarlauer unterhalb der Stadthalle bereits fortgeschritten. Der erste Bauabschnitt der Neckarpromenade wurde 2020 abgeschlossen. Der Zugang ist nun barrierefrei möglich. Mehrere Sitzblöcke aus Sandstein mit integrierter LED-Beleuchtung laden zum Platznehmen ein. Die Entwurfsplanung für den zweiten Bauabschnitt steht kurz vor dem Gremienlauf: Ab 22. Juni 2022 geht sie in die städtischen Gremien, am 20. Juli geht die Planung in den Gemeinderat. Geplant sind unter anderem weitere Maßnahmen für den barrierefreien Zugang, Grünpflanzen am Wasser, mehr Beleuchtung sowie ein modularer Aufbau des Stadtstrandes mit Strandbar und Toiletten. Der Baustart ist für 2023 geplant.

Fördermittel aus Projekt „Mut zur Innenstadt“

Mit dem Projekt „Mut zur Innenstadt“ soll das Stadtzentrum von der Altstadt über Bergheim bis zum Hauptbahnhof in den Jahren 2022 bis 2025 mit einem Förderprogramm von fünf Millionen Euro gestärkt werden. Die Stadt investiert 1,25 Millionen Euro aus eigenen Mitteln. Weitere 3,75 Millionen Euro erhält sie als Bundesförderung. Profitieren soll davon auch das Projekt „Stadt an den Fluss“. Angedacht ist, Infrastruktur und Angebote der Neckarorte zu erweitern, etwa am Iqbalufer in Bergheim. Für den Vertiefungsbereich „Altstadt-Terrasse“ aus der Machbarkeitsstudie Neckaruferpromenade wird im Zuge des Förderprogramms die Entwurfsplanung erarbeitet. Die Umsetzung könnte dann auch aus den Fördermitteln finanziert werden.

Machbarkeitsstudie: Entwurfsplanung Anfang 2023

Im Fokus einer 2019 vorgelegten Machbarkeitsstudie steht die Promenade entlang des südlichen Heidelberger Neckarufers im Bereich zwischen dem Wehrsteg in Wieblingen und dem Karlstor. Diese Uferzone ist rund 3,7 Kilometer lang. In Teilabschnitten könnte dort nach und nach eine zusammenhängende, fußläufige Verbindung entlang des Neckars innerhalb des gesamten Stadtgebiets entstehen. Dabei steht die Neckaruferpromenade in direktem Zusammenhang mit der Radschnellwegverbindung von Mannheim nach Heidelberg – ein Pilotprojekt des Landes. Die Vorzugstrasse verläuft auf der südlichen Neckarseite bis zum Bismarckplatz. Hierfür kann die Stadt Heidelberg Fördermittel beantragen. Derzeit gibt es im Planungsprozess zum Radschnellweg und Fußweg Verzögerungen. Daher kann die Entwurfsplanung voraussichtlich erst frühestens Anfang 2023 fertiggestellt werden. Erst im Anschluss kann in das Planfeststellungsverfahren eingestiegen werden.

„Neckarorte – Stadt an den Fluss“ 2022 – das ist geplant

Vier „Neckarorte“ werden nach der Premiere im Jahr 2021 wieder zeitgleich bespielt. Diese sind jederzeit frei zugänglich und voraussichtlich bis Ende Oktober geöffnet. Getränke gibt es am Römerbad und Neckarlauer sowie an der Alten Brücke (ab Juli). An den „Neckarorten“ besteht kein Konsumzwang. Alkoholische Getränke verkauft der Verein Neckarorte nur am Wochenende.

Römerbad
Die „Urban Lounge am Skatepark“ mit Sandstrand, Großpflanzen, Barcontainer und der Holzterrasse mit Sitzbänken wurde überarbeitet und wiederaufgebaut. Eine kleine Bühne ermöglicht Konzerte und dient als zusätzliche Sitzgelegenheit.
Neckarlauer
Dort entsteht wieder der Heidelberger Stadtstrand. Der Sand soll am Donnerstag, 19. Mai, aufgeschüttet werden. Ausgestattet mit einer Strandbar, Liegestühlen, Paletten-Bänken und Sonnensegeln bietet der Stadtstrand während der Sommermonate einen Wohlfühlort zum Entspannen. Täglich ist dort ein gastronomisches Angebot erhältlich – immer, wenn die Sonne scheint, ab dem Nachmittag bis 22 Uhr. An einigen Wochenenden wird auch Strand-Yoga angeboten.
Iqbalufer
Das Iqbalufer dient als Ruhe-Oase im Grünen. An den Wochenenden verwandelt Roman Aladar mit seinem Café-Rad – ein umgebauter, energieautarker VW-Bulli – mit Kaffeemaschine, Liegestühlen, Sonnenschirmen und einem öffentlichen Klavier den Ort in eine musikalische Begegnungsstätte für spontane und geplante Live-Musik und -Performances. Zwischen den beiden neuen Hochbeeten entstand eine Couch-Lounge, die noch von einer Pergola überdeckt werden soll.
Alte Brücke
Auch das bekannte Heidelberger Wahrzeichen wird zum Neckarort. Dort lässt es sich voraussichtlich ab Juli bis Oktober 2022 im kühlen Schatten unter der Brücke entspannen. Auch ein Baranhänger wird dort öffnen.

Verein NECKARORTE – Orte am Fluss entdecken und erleben

Mit der Aktion Neckarorte haben Architektenkammer und Stadt Heidelberg gemeinsam mit vielen weiteren Kooperationspartnern das Projekt „Stadt an den Fluss“ im Jahr 2016 wieder in das Bewusstsein der Heidelberger Bevölkerung gebracht. Seitdem haben sich der Verein Neckarorte und die Stadt das Ziel gesetzt, zusammen mit Interessierten und Aktiven im Laufe der Zeit große und kleine Orte mit Potenzial am Fluss aufzuwerten, neu zu gestalten und zu verbinden. Als zentraler öffentlicher Raum bietet der Neckar vielfältige Potenziale und setzt wichtige Impulse für eine lebenswerte Stadt.

Weitere Informationen im Internet unter www.neckarorte-heidelberg.de und www.heidelberg.de/stadtamfluss.

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