Energienothilfefonds für Bedürftige

Diakonie Heidelberg hilft Menschen vor Ort und bittet um Spenden

Heidelberg. Das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche Heidelberg unterstützt Haushalte in Heidelberg, die wegen der explodierenden Energiepreise in wirtschaftliche Schwierigkeiten gekommen sind. Anspruchsberechtigte können bei ihrer Beratungsstelle der Diakonie vor Ort einen Antrag auf finanzielle Einmalhilfe stellen. Mit der Hilfe können Betroffene eine akute finanzielle Notlage überbrücken. Sie richtet sich an Menschen mit geringem Einkommen, die nicht von staatlichen Transferleistungen oder vom Nothilfefonds für Privatkunden der Stadtwerke Heidelberg profitieren. Die Diakonie unterstützt Menschen, die ihren ersten Wohnsitz in Heidelberg haben und aktuelle Nachzahlungen für Heizung oder Strom nachweislich nicht bezahlen können. Die Diakonie kann keinen Anspruch für diese Hilfen gewähren und solange helfen, wie die Mittel vorhanden sind. Möglich wird diese Hilfe auf Beschluss der Evangelischen Landeskirche in Baden. Sie verzichtet auf Einnahmen aus der Energiepreispauschale und gibt sie stattdessen an Bedürftige weiter. Die dadurch freiwerdenden Mittel fließen in den Energienothilfefonds, der beim Diakonischen Werk Baden eingerichtet worden ist. Es wird mit rund zwei Millionen Euro gerechnet. Dabei handelt es sich um den Kirchensteueranteil, der auf den staatlichen 300 Euro-Bonus je Begünstigten anfällt. Da diese Mittel auf Dauer nicht reichen werden, bittet das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche in Heidelberg um Spenden. Es ruft dazu auf, die Energienothilfe finanziell zu unterstützen. Menschen in Not sollen so vor Stromsperre oder gar Wohnungsverlust bewahrt werden.

Die Möglichkeit zur Online-Spende für den Fonds der Diakonie Baden findet sich hier: https://www.diakonie-baden.de/jetzt-spenden

Das Diakonische Werk der Evangelischen Kirche in Heidelberg kann kann hier mit einer Spende unterstützt werden: https://diakonie-heidelberg.de/spenden

Die Beratungsstelle des Diakonischen Werkes der Evangelischen Kirche in Heidelberg: Allgemeine Sozialberatung, Diakonisches Werk der Evangelischen Kirche in Heidelberg, Karl-Ludwig-Straße 6, 69117 Heidelberg, Telefon 06221/53750. Eine Terminvereinbarung ist auf Grund hoher Auslastung erforderlich. Infos auch unter www.diakonie-heidelberg.de

Hintergrund: Das am 27. Mai 2022 in Kraft getretene Steuerentlastungsgesetz sieht unter anderem die sogenannte Energiepreispauschale vor. Sie beläuft sich auf 300 Euro und wurde unter anderem an Beschäftigte über die Arbeitgeber ausgezahlt. Die Energiepreispauschale ist sozialabgabenfrei, aber einkommensteuerpflichtig. Damit fällt auch Kirchensteuer an. Diese Einnahmen will die Evangelische Kirche in Baden nicht selbst nutzen, sondern mit dem Geld Bedürftige unterstützen.

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