Gegen das Vergessen

Open-Air- Ausstellung im Schulzentrum

Wiesloch. Das Projekt „Gegen das Vergessen“ bietet Jugendlichen, jungen Erwachsenen und allen anderen Menschen vielfältige Möglichkeiten, sich individuell und emotional mit dem Holocaust auseinanderzusetzen. Der Fotograf und Filmemacher Luigi Toscano, der 2021 zum UNESCO Artist for Peace berufen wurde, hat weltweit Überlebende des Holocaust besucht und porträtiert.

Im Rahmen eines Bildungsprogramms können Schulen eine Auswahl der überlebensgroßen Porträts von Holocaustüberlebenden für einen begrenzten Zeitraum auf dem eigenen Gelände ausstellen. Durch Initiative des „Bündnis für Demokratie & Toleranz Wiesloch“ (Bündnis für Demokratie und Toleranz Wiesloch e.V. – Verein für mehr Demokratie in Wiesloch und den Umlandgemeinden (demokratie-wiesloch.de) haben sich die drei Schulen des Schulcampus (Esther-Bejarano-Gemeinschaftsschule, Bertha-Benz-Realschule und Ottheinrich-Gymnasium) zusammengeschlossen und können nun diese, auch international bekannte Ausstellung, präsentieren. Unter dem Titel „Schulhofgespräch“ wird so den Schüler*innen bis 1. Juli die Möglichkeit geboten, sich dem Thema anzunähern. Auch die Bevölkerung ist herzlich eingeladen die Open-Air-Ausstellung auf dem gemeinsamen Schulhof der Real- und Gemeinschaftsschule individuell zu besuchen.

Die Ausstellung wird im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert und unterstützt durch das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jungend sowie der Partnerschaft für Demokratie Wiesloch (Wieslocher Partnerschaft für Demokratie – Partnerschaft für Demokratie Wiesloch (pfd-wiesloch.de).

Die Idee diese Ausstellung als Schulprojekt nach Wiesloch ans Schulzentrum zu bringen, entstand bei der Demokratiekonferenz 2021 der Partnerschaft für Demokratie Wiesloch, dort war Luigi Toscano als Redner zu Gast.

„Gegen das Vergessen“ ist das multimediale Erinnerungsprojekt des deutsch-italienischen Fotografen und Filmemachers Luigi Toscano. Seit 2014 trifft und porträtiert er dafür weltweit Überlebende der NS-Verfolgung. Mehr als 400 dieser Begegnungen gab es bereits in Deutschland, den USA, Österreich, der Ukraine, Russland, Israel, den Niederlanden und Weißrussland. Und noch werden es mehr, doch die Jahre sind gezählt: In nicht allzu ferner Zukunft wird es keine lebenden Zeitzeugen mehr geben.

 

Weitere Veranstaltungen in der Region