„Komm! Ins Offene“

Ausstellung und kulinarisch-kulturelles Sommerfest in der Gedock Galerie

Heidelberg. „Komm! Ins Offene“, das sind die Worte der ersten Zeile in Friedrich Hölderlins Elegie: Der Gang aufs Land. Als Titel für die vorliegende Ausstellung geben sie eine ungemein kraftvolle Aufforderung, sich ins Offene, Freie zu bewegen.

Eröffnet wird die Ausstellung in der Gedok-Galerie, Römerstraße 22, am Samstag, 13. August, um 19 Uhr; anschließend findet ein kulinarisch-kulturelles Fest statt. Marion Tauschwitz, 1. Vorsitzende der Gedok Heidelberg wird die Gäste begrüßen. Die Kunsthistorikerin Dr. Monika Maier-Speicher übernimmt die Einführung in die Ausstellung. Für die musikalische Umrahmung sogt Rainer Klama mit Soundscapes auf der Gitarre. Lyrik: Gerhild Michel und Mariion Tauschwitz.

Zur Ausstellung: Sieben Künstlerinnen der Gedok Heidelberg haben sich in ihren Werken mit Hölderlins Aufforderung „Komm! Ins Offene“ auseinandergesetzt und sie in die heutige krisengeschüttelte Zeit transponiert. Ingrid Eckert, Elsa Hagelskamp, Susanne Jung, Petra Lindenmeyer, Monika Maier-Speicher, Silke Prottung und Raingard Tausch haben die Landschaft ins Zentrum ihrer Arbeit gestellt. Jede setzt ihren individuellen Fokus auf einen anderen Aspekt. In der Romantik war die Natur Sinnbild der vollkommenen göttlichen Schöpfung. Während der Pandemie der letzten Jahre war sie Rückzugsgebiet und Erholungsraum für die Menschen, die der Enge der eigenen vier Wände entfliehen wollten.

Ingrid Eckerts Landschaftsimpressionen aus transparenter Seide sind lichtdurchflutet und führen den Betrachter in die Tiefe des Raumes, wo Erde und Himmel ineinander übergehen. Kritischer sieht Elsa Hagelskamp die Auswirkungen menschlichen Tuns in den Fotografien und Gemälden von ihrem Geburtsland Südafrika. Die Natur zeigt sich in Susanne Jungs Malerei in überbordender Fülle. Im Kontrast dazu sind die Spuren der Zeit am verwitternden Stein sichtbar. Petra Lindenmeyer hebt den Blick gen Himmel. Ihre bestickten Fotografien sind inspiriert von einer Reise nach Florenz, wo sie die beeindruckenden Deckenfresken bewunderte. Monika Maier-Speichers Landschaften sind unter dem bedrückenden Eindruck des politischen Zeitgeschehens in der Ukraine entstanden. Die Situation scheint hier wie dort ausweglos, menschenfeindlich und verbaut zu sein. Silke Prottung beschäftigt sich mit der Schnittstelle zwischen dem Drinnen und dem Draußen. Fenster und Türen können diese Welten trennen oder verbinden. Raingard Tausch symbolisiert das Offene und Lichte durch die Verwendung von transparenten Materialien wie Plexiglas und Folien.

Die Ausstellung ist vom 13. August bis 16. September zu sehen. Geöffnet ist sie Mittwoch und Freitag 16 bis 19 Uhr und Samstag 11 bis 14 Uhr, sowie nach Vereinbarung. Die Künstlerinnen freuen sich auf regen Besuch.

Alle erforderlichen Hygienemaßnahmen werden eingehalten. Zur aktuellen Coronaverordnung sind bitte die Hinweise auf www.gedok-heidelberg.de zu beachten.