Die Sonne anzapfen

Eine Solaranlage senkt den Energieverbrauch dauerhaft

(be.p) Wer Solarstrom nutzt, spart nach aktuellen Berechnungen von Finanztest circa 25 Cent pro Kilowattstunde. Überschüssiger Strom kann ins Netz eingespeist werden und muss vom Betreiber ab Inbetriebnahme der Anlage 20 Jahre lang bezahlt werden. Für viele Hauseigentümer ist dieser Förderzeitraum vorbei, bei anderen ein Ende abzusehen. Fest steht: die Einspeisevergütung ist extrem gesunken. Sie liegt derzeit bei circa 8 Cent pro Kilowattstunde und wird perspektivisch eingestellt. So rechnet sich der Privat-Betrieb einer Photovoltaik-Anlage derzeit vor allem dann, wenn der Sonnen-Strom selbst verbraucht wird – im Haushalt und um das Elektroauto aufzuladen. Der „hausgemachte“ Strom ist - umgerechnet auf die Kilowattstunde – nur etwa halb so teuer wie der kommerzielle.

Solar-Neueinsteiger brauchen eine gute Beratung. Über die Wirtschaftlichkeit einer Solaranlage entscheiden Anschaffungskosten, Stromertrag Eigenverbrauch sowie die Aufwendungen für die Finanzierung. Der Rechner unter www.test.de/solarrechner kann eine Orientierung geben, ob es sich finanziell lohnt. Wer unabhängig und kompetent beraten werden möchte, kann sich zum Beispiel an seinen Schornsteinfeger wenden.

Ist das Dach für eine Solaranlage überhaupt geeignet? Welche Anlagenleistung ist sinnvoll? Wozu soll die Sonnenenergie genutzt werden – Heizungsunterstützung, Warmwasserbereitung, Ladestation für Auto? Unter welchen Bedingungen ist ein Speicher empfehlenswert? Sind die Möglichkeiten ausgelotet und ist die Entscheidung gefallen, geht es anhand der Kostenvoranschläge in die Finanzierungsplanung.

Reichen die üblichen Rücklagen und ein vorhandener Bausparvertrag des Hauseigentümers nicht aus, steht ihm ein Förder-Kredit für Photovoltaik-Anlagen von der KfW zur Verfügung. Die Besonderheit: KfW-Kredite werden von Banken und Bausparkassen vermittelt. Alle Details und aktuelle Konditionen liest man unter www.kfw.de.

Solaranlagen tragen dazu bei, die Ausgaben für Strom dauerhaft zu reduzieren. Um Wohn-Energie insgesamt optimal zu nutzen, ist es ratsam, das ganze Haus im Blick zu haben und heraus zu finden, wo sich aufwendig produzierte Wärme allzu leicht und ungenutzt verflüchtigt: Dach, Fassade, Keller, Fenster. Mit der Aufgabe eines Haus-Checks lässt sich ein Gebäude-Energieberater betrauen. Unter www.energie-effizienz-experten.de findet man einen solchen Fachmann in der Nähe.

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