Ein ruhiger Ort mit besonderer Atmosphäre

Sommerausflugsziel Kloster Heiligkreuztal in Oberschwaben

Das ehemalige Zisterzienserinnenkloster Heiligkreuztal liegt in einem Seitental der Donau bei Riedlingen. Es ist eines der eher versteckten Kleinode in Oberschwaben, ein richtiger Geheimtipp. Die Welt der Nonnen hat sich hier außergewöhnlich gut erhalten – Kloster Heiligkreuztal bietet kostbare Kulturschätze, prachtvolle Altäre und eine stille Schönheit jenseits von Stress und Hektik des Alltags.

Kleinod mit besonderer Aura

Ein echtes Kleinod versteckt sich in einem Seitental der Donau: das ehemalige Zisterzienserinnenkloster Heiligkreuztal. Zwar leben keine Nonnen mehr im Kloster – die Lebenswelt eines Frauenklosters ist für die Gäste jedoch noch immer spürbar. Kloster Heiligkreuztal ist das am besten erhaltene von ehemals sechs Zisterzienserinnenklöstern in Oberschwaben. Und ein Ort des Friedens. Hier scheint die Zeit stillzustehen; Geist und Gedanken kommen zur Ruhe. Die Klosteranlage lädt zum Durchatmen und Verweilen ein, ihre Schätze zum Staunen.

Farbenfrohes Kunstwerk des Mittelalters

Die Klosterkirche ist das Herzstück der Klosteranlage. Sie präsentiert sich elegant und schlicht in der Form, aber mit prachtvollen Altären im Inneren. Massive, kreuzförmige Pfeiler trennen die niedrigen Seitenschiffe der Kirche vom Mittelschiff. Ein feines Netzgewölbe mit farbigen Schlusssteinen ziert die Decke. Am Ostende der Kirche befindet sich ein besonderes Glanzstück: Ein farbenfrohes und einzigartiges Chorfenster aus dem Mittelalter – es gehört zu den bedeutendsten südwestdeutschen Kirchenfenstern des frühen 14. Jahrhunderts. Wenn Licht durch das Chorfenster einfällt, dann breitet sich eine besondere Stimmung in der Kirche aus. Entspannt und in Ruhe können Gäste das Lichtspiel der bunten Glasmalereien auf sich wirken lassen und genießen.

Harmonie und Meditiation

Eine sehenswerte Sammlung prachtvoller Altäre aus Renaissance und Barock ziert die Kirche. Das wohl bekannteste Ausstattungsstück ist jedoch die in der Apsis aufgestellte Johannesminne, eine Holzplastik eines Konstanzer Künstlers aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Die Christus-Johannes-Gruppe zeigt die harmonische Verbundenheit von Jesus und seinem Lieblingsjünger. Der Jünger ruht erfüllt von Frieden am Herzen seines Meisters; sogar die Falten ihrer Gewänder verlaufen im gleichen Schwung und Rhythmus. Die Gruppe ist ein Ausdruck tiefer Spiritualität – und sollte die Ordensfrauen zur Meditation anregen. Gleichsam bewegend ist der Kreuzgang des Klosters: Hier finden sich nicht nur Porträts der Äbtissinnen, sondern auch kunstvolle Wandfresken zur Passionsgeschichte.

Klostermuseum mit Kostbaren Schätzen

Die Bruderkirche war die Urkirche des Klosters, sie schließt an die Klosterkirche im Westen an. Im Untergeschoss befand sich einst der Gebetsraum für die Laienbrüder; heute beherbergt die Bruderkirche ein Museum zur Klostergeschichte. Die Ausstellung präsentiert viele Besonderheiten sakraler Kunst sowie Glaubenszeugnisse und Klosterarbeiten der frommen Frauen, die hier bis zum Jahre 1843 ihr Ordensleben führten. Neben goldverzierten Reliquienbehältern, barocken Heiligenfiguren und mittelalterlichen Glasmalereien besitzt das Museum eine einmalige Sammlung von „Katakombenheiligen“. Die insgesamt vier Märtyrer sind kostbar eingekleidet und in barocken Schausärgen ausgestellt. Die Schutzheiligen machten die Kirchen zum Ort des Trostes und der Geborgenheit. Im Kloster Heiligkreuztal ist das noch heute spürbar: In seiner stillen Schönheit weitet das Kloster den Blick über den eigenen Alltag hinaus – und strahlt eine Ruhe aus, die jede Besucherin und jeden Besucher erfasst.

Service und Information

Öffnungszeiten: Kloster Montag bis Sonntag, Feiertag 9 bis 19 Uhr; Klosterkirche Montag bis Sonntag, Feiertag 8 bis 17 Uhr; Museum in der Bruderkirche 1. April bis 31. Oktober Sonntag und Feiertag 14 bis 17 Uhr.

Eintritt: Kloster Eintritt frei; Museum in der Bruderkirche Erwachsene 1 Euro, Ermäßigte 0,50 Euro, Familien 2,50 Euro.

Führungen: Klostergebäude Führungen ab zehn Personen sind nach Voranmeldung, auch außerhalb der Öffnungszeiten, möglich (Telefon 07371/931230). Museum in der Bruderkirche Führungen ab zehn Personen sind nach Voranmeldung, auch außerhalb der Öffnungszeiten, möglich (Telefon (07371/961120).

Besuchshinweise

Es besteht keine Maskenpflicht. Die Maske ist ein effizientes Mittel, um sich und andere vor Infektionen zu schützen. Gerade in Innenräumen ist sonst die Ansteckungsgefahr hoch. Deshalb wird das Tragen von Masken empfohlen.

Kontakt: Kloster Heiligkreuztal, Am Münster, 88499 Altheim-Heiligkreuztal, www.klosterheiligkreuztal.de, www.schloesser-und-gaerten.de