Meisterliches Handwerk

Experten für die schöne Form: Drechsler und Holzspielzeugmacher

Was fällt den meisten Menschen beim Stichwort „Erzgebirge“ ein? Weihnachtspyramiden, Schwibbögen und hölzerne Bauernhoftiere dürften hier ganz vorne genannt werden. Das Holzhandwerk hat in der Region eine lange Geschichte, und die Produkte werden in alle Welt exportiert. „Damit das über Jahrhunderte gewachsene Wissen über die Herstellung von Holzspielzeug nicht verloren geht, wurde in diesem Handwerk Anfang 2020 wieder die Meisterpflicht eingeführt“, erklärt Petra Timm, Pressesprecherin von Randstad Deutschland.

Das heißt, wer in diesem Bereich einen eigenen Betrieb eröffnen möchte, muss den Meisterbrief vorlegen können. Aber natürlich fängt auch hier alles mit einer Ausbildung an, und die trägt die offizielle Bezeichnung „Ausbildung zum/zur Drechsler/in (Elfenbeinschnitzer/in) und Holzspielzeugmacher/in“. Ganz schön lang? Ganz schön vielseitig! Denn hier dreht sich im wahrsten Sinne des Wortes alles um die die ästhetisch gelungene und oft filigrane Bearbeitung (vor allem) von Holz. Wer sich für den Beruf entscheidet, bringt meist schon eine Faszination für Holz mit: für seinen Duft, die warme Oberfläche, die lebendige Maserung. Doch auch Kreativität und Genauigkeit gehören in dem Beruf dazu.

In der dreijährigen Ausbildung lernen Azubis den Umgang mit Holz und Holzbearbeitungsmaschinen, den Entwurf und die Ausführung von Werkstücken, sogar ihr Bemalen und Verzieren. Und das alles natürlich nicht auf Weihnachtsschmuck und Spielzeug beschränkt: Gedrechselt werden schließlich auch Tischbeine, Schalen oder Schachfiguren. (txn)

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